Lamento

Saras Mutter Magdalena errichtet mit verbissenem Willen einen Wall aus Routine und Alltagsritualen, hinter dem sie sich vor dem Schmerz um den Tod ihrer Tochter verschanzt. Sie holt ihren Enkel vom Klavierunterricht ab, isst mit seiner Familie zu Abend und geht in eine Bar. Mühsam und sehr langsam bahnt sich die Trauer einen Weg durch Verleugnung, Sprachlosigkeit und Schuldgefühle, und mündet in einen verstörenden Dammbruch. Ein stiller, rätselhafter und sehr berührender Film über die Lügen und Geheimnisse, in die sich eine Mutter nach dem unfassbaren Verlust ihres Kindes einzuspinnen versucht. Filmisch ausgereift, mit kluger Bild- und Lichtgestaltung, leisen Tönen und sehr ungewöhnlichen Schauspielern beeindruckt LAMENTO vor allem durch eine erzählerische Reife, in der Intensität aus Einfachheit entsteht.

Filmdaten

Produktionsjahr: 2014

Land: Deutschland

Sprache: Englisch

Länge: 84 Minuten

Regie: Jöns Jönsson

Produktion: Ursula Kalb-Krieg, Jost Hering

Cast: Gunilla Röör, Hendrik Kraft, Blörn Andersson, Elin Söderquist

Drehbuch: Nicht angegeben

Kamera: Johannes M. Louis

Schnitt: Stefan Oliveira-Pita

Über den Regisseur

Jöns Jönsson

1981 in Stockholm geboren, zog es Jönsson zunächst nach Italien, bevor er in Lund Kulturwissenschaften studierte. 2006 begann er dann sein Regie Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam. Er schrieb und inszenierte zahlreiche Theaterstücke und Kurzfilme, darunter am bekanntesten die Kurzfilme „Havet - Das Meer“ (2009, Best short film beim Timishort Film Festival; Berlinale 2009) und „Wertingen“ (2011, Festival du Cinema de Brive). „Lamento“ ist sein Abschlussfilm und Langfilmdebüt.