Der Boandlkramer und die ewige Liebe

So etwas ist dem Boandlkramer noch nie passiert: Zum ersten Mal wird er von Amors Pfeil getroffen. Als er die Gefi, die Mutter vom Maxl, erblickt, ist es um ihn geschehen - der Tod hat sich unsterblich verliebt! Der liebestrunkene Boandlkramer lässt sich auf einen mehr oder weniger klugen Deal mit dem Teufel ein und bringt dadurch nicht nur den göttlichen Plan durcheinander - es droht sogar das absolute Chaos!

Filmdaten

Produktionsjahr: 2021

Land: Deutschland, Österreich

Sprache: Deutsch

Länge: 87 Minuten

Regie: Joseph Vilsmaier

Produktion: Joseph Vilsmaier, Michael Bully Herbig

Cast: Michael Bully Herbig, Hape Kerkeling, Hannah Herzsprung, Josef „Seppi“ Staber

Drehbuch: Ulrich Limmer, Marcus H. Rosenmüller, Michael Bully Herbig

Kamera: Rolf Greim

Schnitt: Alexander Dittner

Über den Regisseur

Joseph Vilsmaier

Der Regisseur, Produzent und Kameramann, geboren am 24. Januar 1939 in München und gestorben am 11. Februar 2020 ebenda, war ein vielseitiger Künstler mit einer unverwechselbaren, sympathischen bayerischen Stimme. Joseph galt als Erneuerer des bayerischen Films und Trendsetter für historische Themen. Sein Debütfilm als Regisseur, „Herbstmilch“, zog 2,3 Millionen Menschen ins Kino. Da war er fast 50 Jahre alt – und blickte schon auf eine beachtliche Karriere zurück. Zunächst Internatsschüler in der Nähe von Augsburg und Lehrling in München, studierte er neun Jahre lang am Konservatorium Musik mit Schwerpunkt Klavier. Er wollte aber nicht Klavierlehrer oder Korrepetitor an einem Theater werden. Er nutzte die vielen Semester bis zum Abschluss, um das Leben und die Menschen zu studieren. Parallel ließ er sich aber beim renommierten Kamerahersteller Arnold und Richter (ARRI) zum Techniker ausbilden. 1961 gelang ihm der Sprung in die Filmbranche. Er arbeitete sich bei der Bavaria Film in Geiselgasteig vom Materialassistenten zum Kameraassistenten hoch und wurde schließlich Kameramann. Für das Fernsehen drehte er mehrere Folgen des damals noch jungen ARD-Dauerbrenners „Tatort“ (1974-1982), der populären Vorabendserie „Auf Achse“ (1978) und der in den Bavaria Studios produzierten Ruhrgebietssaga „Rote Erde“ (1983), für das Kino filmte er die Dieter-Hallervorden-Komödien "Didi auf vollen Touren" (1986) und "Didi - der Experte" (1988). Er filmte aber auch Folgen der überaus erfolgreichen Holocaust-Fernsehserie „Ein Stück Himmel“. Das Genre des modernen Heimatfilms war geboren, das Vilsmaier drei Jahre später mit dem Nachfolger RAMA DAMA festigte. Erneut spielte Dana Vávrová die weibliche Hauptrolle. "Herbstmilch" wurde mit zwei Bayerischen Filmpreisen und dem Deutschen Filmpreis in Gold und Silber ausgezeichnet. Auch "Rama Dama" erhielt den Bayerischen Filmpreis. 1993 wagte sich Joseph Vilsmaier mit dem aufwändigen Drama STALINGRAD an eines der kompliziertesten deutschen Traumata heran. Seine Literaturverfilmung "Schlafes Bruder" (1995) gewann den Deutschen Filmpreis, den Österreichischen Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis, außerdem wurde er für den Golden Globe in den Vereinigten Staaten nominiert. Als "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" entstand, wusste niemand, dass dieser Film zu Vilsmaiers Vermächtnis werden würde. Bis kurz vor seinem Tod hatte er an diesem Film gearbeitet.