Teilnehmer der 3. Drehbuchklausur

vom 7.8.-25.8.2016

Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder aufstrebende JungautorenInnen und RegisseurInnen mit ihren Projekten in Kitzbühel zu begrüßen.

Victor Kössl (Flucht nach Hause)

Victor Kössl, geboren 1981 in Innsbruck. 2004­2008 Studium an der FH Salzburg (Digitales Fernsehen) und der FHTW Berlin (Kommunikationsdesign). Diplomarbeit über Essayfilm als Instrumentarium des dokumentarischen Flüchtlingsportraits. Mitgründer der Produktionsfirma Wildruf und seitdem für diese als Kameramann, Redakteur und Stoffentwickler tätig.


Flucht nach Hause

Josef, ein Meldebeamter Mitte fünfzig aus Wien, geht bei einer Mittelmeerkreuzfahrt versehentlich über Bord, wird von einem Flüchltingsboot aus dem Meer gefischt und muss sich gemeinsam mit einer syrischen Familie zurück nach Österreich durchschlagen.

Barbara Müller (Gefahr im Verzug)

Barbara Müller studiert bis 2012 Multimedia Arts & Animation in Wien, nachdem sie projektbezogen an verschiedenen Filmhochschulen im In- und Ausland arbeitete. Parallel entstehen zahlreiche Musikvideos und Imagefilme. Ihr Kurzfilm Neonlichter, der zahlreiche Nominierungen und Preise erhält, ist 2014 auf 48. Internationalen Hofer Filmtagen vertreten.

Gefahr im Verzug

EVELYN, einst glühend idealistische Sozialarbeiterin, fristet ihren beruflichen Alltag im Entlassungsmanagement eines Krankenhauses. In eben dieses Krankenhaus bringt die offensichtlich bildungsferne Teenage-Mutter VICKY ihren zweijährigen Sohn und gibt an, dass der Kleine auf dem Spielplatz gestürzt sei. Doch besorgniserregender als die leichte Gehirnerschütterung, die bei dem Kleinen festgestellt wird, sind die zahlreichen blauen Flecken, die dem behandelnden Arzt auffallen.

Nicolai Schwierz (Operation Edelweiss)

Nicolai ist ein Drehbuchautor und Regisseur aus München. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelor-Regiestudiengangs an der MHMK, zog es ihn Anfang 2008 nach Los Angeles, wo er ein MFA-Studium in Regie an der NYFA absolvierte. Während seiner Studienzeit arbeitete Nicolai bei Film- u. Fernsehproduktionen in Deutschland, Südafrika und den USA. Mit seinem Langfilm-Debut Grey Sheep (2013) konnte der Nachwuchsregisseur mehrere internationale Preise gewinnen. Aktuell schreibt Nicolai an seinem neuen Drehbuch, einer deutsch-amerikanischen Spielfilmkomödie.

Operation Edelweiss

Nach zahlreichen Skandalen, Alkohol- und Drogenexzessen droht Johnny, einem jungen Hollywood-Star, das unfreiwillige Aus seiner glanzvollen Karriere. Von seinem Management gezwungen, erst einmal unterzutauchen, bis sich die Wogen geglättet haben, findet sich der Schauspieler bald darauf in einem entlegenen Alpendorf wieder. Johnny ist mit den neuen Herausforderungen komplett überfordert. Von den eigentümlichen Bewohnern lernt der egozentrische Showman jedoch allmählich die Vorzüge des einfachen Lebens kennen und schätzen.

Franziska Müller (Solo)

Aufgewachsen in Köln. Lebt in Berlin .Studium der Kommunikationswissenschaften und Medien in Frankreich. In die Medienkunst hineingeschnuppert. Dann Studium der „Szenischen Künste“ mit Schwerpunkt Film in Hildesheim. Diplom 2006 zu Dramaturgie und Genre. Seitdem selbständige Lektorin, Dramaturgin und Autorin für Film/TV.Zu ihren regelmäßigen Auftraggebern gehören Produktionsfirmen wie die Constantin Film, Förderer wie Eurimages und namhafte Drehbuchautoren/Regisseure. Sie war als Mentorin für das europäische Stoffentwicklungsprogramm für Kinderfilm „Prime4Kids&Family“ tätig, gibt seit 2015 ein Seminar zu Filmdramaturgie an der HSBA und hat als Co-Autorin geförderte Drehbuchprojekte mit an den Start gebracht.Mit dem ersten eigenen Drehbuch „Schwimmen“ (AT), in Entwicklung mit der Münchener Südart Filmproduktion, nahm sie am Script&Pitch Workshop des Torino Film Lab 2008 und an der Script Station des Berlinale Talent Campus 2008 teil.„Solo“ (AT) wurde im Rahmen des Autorenstipendiums der Stadt Nürnberg und des Bayerischen Rundfunks 2015/16 entwickelt und wird nun in der Drehbuchklausur Kitzbühel überarbeitet.

Solo

BEA ist Saxophonistin und verlässt ihre anderthalb-jährige Tochter für den Jazz. Fünfzehn Jahre später steht JULIA (16) vor ihrer Tür. Zwei fremde Menschen – zwei Musikerinnen. Julia will nicht zurück zu ihrem Vater. Bea will aber die Mutterrolle auch jetzt nicht übernehmen.„Solo“ (AT) ist ein Film über Lebensentwürfe und den Preis, den wir dafür zahlen.

Paul Meschùh (Mohammed Müller)

Paul Meschùh, studierte Spielfilm- Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Von seiner Jugend bis heute realisierte er über fünfzehn fiktionale Kurzfilme als Autor und Regisseur. Mit vielen seiner Arbeiten war er ,neben anderen Festivals, mehrmals auf der Diagonale, den Hofer Filmtagen sowie dem Filmfestival Max Ophüls vertreten und gewann 2015 den Sprungbrett Preis für den Besten Kurzfilm des Filmfestivals Landshut. Sein Abschlussfilm "Boat People" läuft derzeit auf vielen Festivals.
Aktuell arbeitet Meschùh, sowohl in München als auch Wien lebend, an seinem Langfilm Debüt "Anna und die dritte Welt" und dem Folge -Film "Mohammed Müller".

Globale politische Themen im Gewand emotionaler und persönlicher Erzählungen stehen im Fokus seiner künstlerischen Arbeit. Ein Regisseur der Wert auf die gesellschaftliche Relevanz seiner Filme legt, sich jedoch nicht davor scheut, diese mit hohen ästhetischen Ansprüchen umzusetzen.

Mohammed Müller

Zu Mohammed Müller wird Martin, nachdem er in seinem Leben jeglichen Halt verloren hat. Seine etlichen Hipster Freunde, die Karriere orientierten Frauen seiner Umgebung und der Leistungsdruck durch die eigene Familie, setzen den Grundstein für einen, lange schon anstehenden, Wertewandel im Inneren des jungen Mannes. Die Lösung scheint in den Reihen einer fremden Kultur zu finden zu sein. Als Martin auf Ali, einen Jugendlichen mit radikalen Ansichten und einer starken Begeisterung zu Gotteskriegern, trifft, fühlt er sich schnell geborgen. Ein Rennen zweier Familien um die Schicksaale ihrer Söhne beginnt. Liberale Muslime mit hohen familiären Werten treffen auf zielstrebige Eltern einer Wohlstandsgesellschaft. Ihre Herangehensweise besiegelt die Entwicklung ihrer Zöglinge.

Marcus Hafner (Odysseus - Genus des Zornes)

Marcus Hafner ist Künstler und Philosoph. Er beschäftigt sich mit Cultural Studies/Kritischer Theorie und Analyse. Im Rahmen seiner Studien unternahm er Recherchen in Asien, Europa, Afrika und Australien, zur Analyse globalisierter Gesellschaften und der damit verbundenen Symbole. Als Theoretiker ist er Initiator internationaler Projekte, agierend an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Aktivismus.

Odysseus

Odysseus wird als “ewiger” Zorn des Mannes gegenüber dem Schicksal und den Umgang damit gedeutet. Dabei werden vor allem die erzählenden und als Element wiederkehrenden Frauenfiguren, die seit der Antike das paternalistische Verhalten gegenüber der Frauenwelt umreissen, in ihrer nicht nur passiven Rolle als Redundanz herausgearbeitet, um die Gegenwärtigkeit des Stoffes zu unterstreichen.

Marion Bott (Moormaid)

Moormaid

MOORMAID ist ein Kriegs-Kammerspiel, das in einer Dreizimmerwohnung in Berlin-Neukölln stattfindet. Die zwei Protagonisten Melissa Dawud und Mehdi Bensalem kämpfen drei Tage lang atemlos um ihr Leben, ihre Liebe und ihre Lügen. Mehdi (21) steht eines Nachts, nach zwei Jahren Funkstille, plötzlich vor der Haustür seiner ehemaligen Kunstlehrerin Melissa (39) und klingelt sie aus einem Suizidversuch ins Leben zurück. Nicht wissend welche Vergangenheit Melissa aufnimmt indem sie Mehdi hereinlässt, glaubt sie seine Ankunft als neues Lebenszeichen für sich deuten zu können und findet neben einem neu entdeckten Mutterinstinkt auch eine neue Lebensaufgabe: Mehdi zum Künstler zu erziehen. Das psychologische Chaos eines radikalisierten Dschihadisten inspiriert zunächst die Leinwand, bis es den Alltag zum Alptraum werden lässt.MOORMAID ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte die allein im dunklen Versteck, dank einer psychotischen Klaustrophobie ihre Leidenschaft entfalten kann, bis das der Tod sie scheidet.

Marion Bott studierte und arbeitete bisher in Strasbourg, Mannheim, Darmstadt, London, Berlin und Ingolstadt. Als Schauspielerin und Autorin absolvierte sie die Theaterakademie Mannheim und erhielt
ihren Master in Schauspiel an der East 15 Acting School (University of Essex) in London. Sie wird voraussichtlich Ende 2016 ihren Master in Drehbuch an der Filmuniversität Potsdam Babelsberg absolvieren.

Sie arbeitete als Schauspielerin unter anderem am Staatstheater Darmstadt, im Shakespeare’s Globe Theatre, im Cockpit Theatre und in den RADA Studios in London. Der Kinofilm „Beyond Blood“ (Regie: Gregory Odutayo - UK/Nigeria Coproduktion) indem sie die Rolle Danielle spielt, hatte Dezember 2015 in Lagos Premiere.

Als Autorin ist sie momentan dabei, in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Mîtosfilm
und der Filmuniversität Potsdam-Babelsberg in Berlin, ihr erstes Langspielfilmdrehbuch „MOORMAID“ zu entwickeln. Parallel hierzu wird „Moormaid“ auch als Theaterstück in London produziert und voraussichtlich 2017 uraufgeführt. Seit Ende 2015 ist sie Teil des Serienwerk in Berlin und entwickelt eine High-End Drama Serie über Hooligans. Unter anderem ist Cyberlove eines der Theaterstücke (Auftrag) welches im April 2016 am Stadttheater Ingolstadt uraufgeführt wurde.